Wachkoma Phase F

Die langfristige und dauerhafte Pflege von Menschen mit schweren und schwersten erworbenen neurologischen Schädigungen in der Phase F erfordert in besonderem Maß die Entwicklung einer professionellen Pflegebeziehung, die geprägt ist von der Balance zwischen menschlicher Nähe und notwendiger Distanz. Die Pflege und Betreuung stellt hohe Ansprüche an die Qualität, erfordert Fachkompetenz, Empathie, Diskretion und Respekt sowie die Bereitschaft konstruktiv in einem multiprofessionellen Team zu arbeiten. Die Förderung von Autonomie und Lebensqualität sind übergeordnete Ziele und Grundlage für pflegerisches Handeln. Da Prognosen über die Dauer und die Entwicklung des Zustandes der Bewohner kaum getroffen werden können, sind eine konstant qualifizierte und aktivierende Pflege, sowie die dauerhafte therapeutische Begleitung notwendig.

Wir orientieren uns an den Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für die langfristige und dauerhafte Pflege von Menschen mit schweren und schwersten neurologischen Schädigungen in der Phase F.

Für die Zielgruppe liegen folgende medizinische Diagnosen zugrunde:

  • Schädelhirntrauma
  • Cerebrale Durchblutungsstörungen, z. B. Schlaganfall
  • Hirnblutung
  • Sauerstoffmangelschäden, z. B. nach Herz- Kreislaufversagen und Reanimation
  • Entzündliche und toxische Hirnerkrankungen
  • Hirntumore
  • Hohe Querschnittssyndrome
  • Chronisch degenerative Erkrankungen
  • Infantile Cerebralparese

 

Diese Krankheitsbilder führen dazu, dass die Betroffenen nicht selbständig leben können und schwerstpflegebedürftig sind. Phase F bedeutet in diesem Zusammenhang, dass bei der Zielgruppe nach erfolgter Akutbehandlung (Phase A) und Rehabilitation (Phasen B bis E) über einige Monate keine wesentlichen Verbesserrungen des Zustandes erreicht wurden. Sie werden damit nach den Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation der Behandlungs- und Rehabilitationsphase F zugeordnet, „in der dauerhaft unterstützende, betreuende und / oder zustandserhaltende Maßnahmen erforderlich sind“.

Dabei geht es um Menschen, bei denen von einem latenten Rehabilitationspotential ausgegangen werden kann, die durch aktivierende Pflege und rehabilitative Behandlung (Physiotherapie, Ergotherapie etc.) über einen längeren, aber begrenzten Zeitraum (2 - 5 Jahre), wieder einer Rehabilitation zugeführt werden können. Im günstigsten Fall mit dem Erfolg einer Ausgliederung aus diesem Spezialpflegebereich in die häusliche Pflege oder eine andere angemessene Wohnform.

Wir verfolgen das Ziel durch ganzheitliche, aktivierende Pflege unseren Bewohnern die Möglichkeit zu bieten, ihre Lebenssituation anzunehmen, zu bewältigen, zu verbessern und so eine neue Lebenszufriedenheit/-qualität zu erreichen. Dazu ist es erforderlich, durch intensive Biografiearbeit die Betroffenen kennen zu lernen, um Wünsche und Bedürfnisse bei der Pflege und Betreuung berücksichtigen zu können. Durch die gezielte Nutzung der eigenen Kräfte unserer Betreuten tragen wir zur Selbständigkeit bei, erhalten und fördern geistige, körperliche und soziale Fähigkeiten. Die Pflege ist aktivierend, verfolgt einen hohen qualitativen Anspruch und erhält oder verbessert den Zustand der Bewohner. Durch Anwendung pflegetherapeutischer Konzepte und die Umsetzung neuer pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse werden Sekundärschäden vermieden. Alltagsstrukturierende Maßnahmen in Form von Angeboten im therapeutischen-, kognitiven- und Wahrnehmungsbereich, Beschäftigung- und Freizeitgestaltung sind fester Bestandteil unserer Pflege. Wir bieten Dienstleistungen, die gekennzeichnet sind durch Qualitätsstandards und verbindliche Rahmenbedingungen.

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